Beratung / Studiengangsentwicklung

Studiengänge entwickeln, die fachlich tragen und im Markt ankommen.

Wir beraten Fakultäten und Hochschulleitungen bei der Entwicklung neuer Studiengänge, der Reform bestehender Programme und der Repositionierung im Wettbewerb. Mit der Innensicht der Fakultät und der Außensicht des Marktes — und mit dem Verständnis, dass akademische Qualität und Marktorientierung kein Widerspruch sein müssen.

Mehr als ein Curriculum

Ein Studienangebot aus mehreren Perspektiven zugleich denken.

Studiengangsentwicklung wird in vielen Hochschulen primär als curriculare Arbeit verstanden: Modulhandbücher schreiben, Prüfungsordnungen abstimmen, Akkreditierung vorbereiten. Diese Arbeit ist unverzichtbar — aber sie ist nicht das gleiche wie ein marktfähiger Studiengang. Ein Studiengang, der fachlich exzellent gebaut ist, aber im Markt nicht ankommt, hilft niemandem.

01 · Fachlich

Fachlich

Curriculum, Lehrende, Forschungsbezug, Praxisanteile, Studienformat — die fachliche Substanz bleibt Fundament und Kern.

02 · Markt

Markt

Wettbewerb, Nachfrage, Trends, regionale und überregionale Positionierung. Wo bestehen freie Räume, wo ist der Markt übersättigt?

03 · Zielgruppe

Zielgruppe

Wer kommt realistisch infrage, mit welchen Motiven, Fragen und Barrieren? Die Zielgruppe entscheidet über Format und Ansprache.

04 · Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt

Welche Berufsperspektiven sind glaubwürdig kommunizierbar? Ein Studiengang lebt von der Anschlussfähigkeit im Beruf.

05 · Kommunikation

Kommunikation

Lässt sich der Studiengang einfach erklären, suchen, vergleichen? Was nicht kommunizierbar ist, wird nicht gefunden.

06 · Standort

Standort

Wie verbinden sich Studienangebot und Studienort kommunikativ? Der Standort ist Teil des Versprechens.

Im Detail

Vier Entscheidungen, die oft zu spät getroffen werden.

Markt und WettbewerbWelche ähnlichen Studiengänge gibt es bereits — regional, überregional, online, international? Wie positionieren sich diese? Welche freien Räume bestehen tatsächlich, und wo ist der Markt schon übersättigt?
StudienformatVollzeit, Teilzeit, dual, berufsbegleitend, hybrid, online, konsekutiv, weiterbildend — die Wahl des Formats entscheidet oft mehr über den Erfolg als die fachliche Ausrichtung. Passt das Format zu Zielgruppe und Nachfrage?
StudiengangsnameDer Name ist der wichtigste Marketingbaustein. Ist er suchfähig, verständlich, differenzierend, übersetzbar? Wir prüfen Namensvarianten auf semantische Klarheit, SEO-Tauglichkeit, internationale Anschlussfähigkeit und Verwechslungsrisiken.
KommunizierbarkeitLässt sich der Studiengang in einem Satz erklären? Sind Berufsperspektiven konkret formulierbar? Ein Studiengang, der nicht in 30 Sekunden erklärbar ist, hat einen Marketing-Nachteil, den keine Kampagne ausgleicht.
Phase 1 · Woche 1–2

Verstehen

Wir lernen Fakultät, Studienangebot, strategische Ziele und interne Rahmenbedingungen kennen. Gespräche mit Studiengangsleitung, Lehrenden, Dekanat und Studienberatung. Sichtung von Materialien und Bewerbungs-/Einschreibedaten.

Phase 2 · Woche 3–6

Konzipieren

Markt-, Wettbewerbs-, Zielgruppen- und Berufsfeldanalyse. Erste Hypothesen zu Profil, Name, Format und Positionierung. Workshops mit der Fakultät, um Erkenntnisse in Konzeptbausteine zu überführen.

Phase 3 · Woche 7–8

Validieren

Konzeptbausteine werden geprüft — intern durch die Akteure und idealerweise durch erste Validierungsformate mit Zielgruppen-Vertretern: kurze Interviews, Kommunikationstests, Landing-Page-Tests. Korrekturen werden eingearbeitet.

Phase 4 · ab Woche 9

Begleiten

Wir begleiten die Umsetzung — Studiengangsseite, Kommunikation, interne Verankerung, Vorbereitung der ersten Kampagne. In dieser Phase wird aus dem Konzept ein im Markt sichtbares Studienangebot.

Abgrenzung

Entwicklung steht vor Marketing — nicht daneben.

Wir trennen Studiengangsentwicklung und Studiengangsmarketing bewusst, weil sie unterschiedliche Logiken haben. Entwicklung entscheidet, was angeboten wird — Inhalte, Format, Profil, Zielgruppe, Positionierung. Marketing entscheidet, wie darüber kommuniziert wird — Kanäle, Botschaften, Maßnahmen, Funnel.

Studiengangsmarketing kann nicht reparieren, was in der Entwicklung falsch gelaufen ist. Ein Studiengang ohne klare Zielgruppe lässt sich kommunikativ nicht zielgruppenscharf machen. Ein Studiengang mit unverständlichem Namen wird auch durch keine Kampagne suchfähig. Wer in der Entwicklung sauber arbeitet, spart in der Vermarktung erheblich.

Entwicklung

Entscheidet, was angeboten wird.

Inhalte · Format · Profil · Zielgruppe · Positionierung

Marketing

Entscheidet, wie kommuniziert wird.

Kanäle · Botschaften · Maßnahmen · Funnel

Auslöser

Konkrete Anlässe, an denen wir oft eingebunden werden.

01Ein neuer Studiengang soll innerhalb von 12–18 Monaten in den Markt.
02Ein bestehender Studiengang hat seit zwei Jahren rückläufige Bewerbungen.
03Mehrere ähnliche Studiengänge konkurrieren intern miteinander.
04Eine Fakultät prüft ihr gesamtes Studienportfolio strategisch.
05Ein bestehender Studiengang soll internationalisiert oder dualisiert werden.
06Ein neuer Studiengangsname wird gesucht, der „besser ankommt“.
07Die Akkreditierung steht an und das Profil soll vorher geschärft werden.
08Eine interdisziplinäre Idee braucht eine kommunizierbare Form.
09Ein Studiengang läuft fachlich gut, aber die Berufsperspektiven sind unklar.
Häufige Fragen

Fragen, die Erstgespräche meist eröffnen.

Können Sie auch ohne Marketingfokus an der Curricularentwicklung mitwirken?

Nein. Curricular-Entwicklung gehört in die Fakultät — das ist Hochschulautonomie. Wir bringen die Markt-, Zielgruppen- und Kommunikationsperspektive ein, die in der curricularen Arbeit oft fehlt. Diese Trennung respektieren wir.

Wir akkreditieren keine Studiengänge — das ist Aufgabe der Akkreditierungsagenturen. Wir helfen aber dabei, dass das Studiengangskonzept für die Akkreditierung gut vorbereitet ist und dass die strategische und kommunikative Dimension dort sichtbar wird, wo sie heute zunehmend erwartet wird.

Ja, das ist ein häufiger Anlass. Wir arbeiten als externe Mittler zwischen den Logiken. Fakultäten denken oft fachlich, Hochschulkommunikation denkt zielgruppenorientiert. Beides ist richtig — die Verbindung muss aber bewusst hergestellt werden.

Das hängt von Umfang, Anzahl der Workshops und Tiefe der Validierung ab. Ein kompakter Studiengangsentwicklungs-Sprint durchläuft die ersten drei Phasen in vier Wochen; eine vollständige, mehrmonatige Begleitung mit allen vier Phasen ist entsprechend umfangreicher. Im Erstgespräch schätzen wir den Aufwand für Ihre konkrete Situation ein und nennen einen verbindlichen Rahmen.

Ja. Weiterbildungsangebote folgen einer eigenen Logik — kürzere Entscheidungszyklen, andere Zielgruppen, B2B-Anteile — aber die methodischen Grundlagen sind ähnlich. Wir beraten Hochschulen und Akademien bei Weiterbildungsangeboten und MBA-Programmen.

Direkt sprechen

Ein Studiengang beginnt mit einem Gespräch.

Ein erstes Gespräch zu Ihrem Vorhaben — neuer Studiengang, Reform, Repositionierung oder Portfolio-Prüfung — ist kostenfrei und unverbindlich. Im Anschluss erhalten Sie eine kurze schriftliche Einordnung, wo aus unserer Sicht der größte Hebel liegt.

Telefon 089 24416984
E-Mail hochschulberatung@magister.de
Adresse Theresienstr. 40, 80333 München